Aufsichtspflicht

Aufsichtspflicht

Pauschale Aussagen, wie viele Kinder ein Vorlesepate betreuen darf, ohne seine Aufsichtspflicht zu verletzen, lassen sich nicht machen. Die im Einzelfall geschuldete Aufsichtspflicht hängt vom Gefahrenpotential ab. Welcher Schaden bei einer unbeaufsichtigten Tätigkeit eines Kindes entstehen kann, bestimmt sich in erster Linie nach dem Entwicklungsstand, also vor allem dem Alter des Kindes. So bedürfen Kleinkinder einer intensiveren Betreuung als ältere Kinder, denen ein höheres Maß an Eigenverantwortlichkeit zugemutet werden kann. Neben dem Alter sind hierbei das bisher erkennbare Verhalten des Kindes sowie die konkret drohenden Gefahren ins Auge zu fassen.

Eine Beaufsichtigung auf Schritt und Tritt ist nicht nötig. Letztlich muss der Vorlesepate seine persönlichen Fähigkeiten abschätzen und beurteilen, wie viele Kinder er sich zu beaufsichtigten zutraut. Einen Anhaltspunkt kann das Betreuer-Kind-Verhältnis in Kitas bieten, das im Jahr 2011 bei acht bis neun Kindern lag. Im Zweifel sollte der Vorlesepate erst einmal wenigen Kindern vorlesen, um danach seine Grenzen besser abschätzen zu können.

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